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Landespolizeidirektion
Stuttgart
II
Präventionsbeamtin
Polizeirevier
Untertürkheim
Monika Veser
Augsburger Straße
416
Ostendstraße 88
70327
Stuttgart
Tel.: 0711 / 8990-3547
Wehr dich - mit Köpfchen
Selbstbehauptung für Kinder in der
Grundschule
Information
für die Eltern
In unserer Gesellschaft gibt es leider viele Fälle von
sexuellem Missbrauch oder Gewalttaten an Kindern. Dies macht Angst,
erzeugt Hilflosigkeit und Verunsicherung.
Vielen Eltern ist es ein Bedürfnis, dass ihre Kinder von
geschultem Personal für Gefahrensituationen sensibilisiert
werden und ihnen gezeigt wird, wie sie sich in bestimmten Situation
richtig verhalten.
In
Schulungen erlernen Lehrerinnen und Lehrer Stuttgarter Schulen, wie
Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse sich in
kritischen Situationen behaupten, Gewalt verhindern und Opfern helfen
können.
In
der
Schulung, die sich aus einem Theorie- und einem Praxisteil
zusammensetzt, werden Übungen von Selbstbehauptungstechniken
trainiert. Außerdem werden Themen wie Gewalt in der Schule,
Verhaltenstraining und Opferschutz erörtert.
Die
Inhalte werden durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staatlichen
Schulamts Stuttgart, des Gemeinschaftserlebnis Sport (GES) und des
Polizeipräsidiums Stuttgart vermittelt.
Bei
Fragen wenden Sie sich bitte an:
stuttgart.pp.praevention@polizei.bwl.de
Polizeipräsidium
Stuttgart - Stabsstelle Prävention - Telefon 0711 / 8990-2301
In dem Kurs sollen die Kinder
· in ihrem Selbstvertrauen und den eigenen
Fähigkeiten gestärkt werden
· in Verbindung mit ihren Gefühlen und der
Einschätzung von bedrohlichen Situationen sicherer gemacht
werden
· richtige Verhaltensweisen in Gefahrensituationen lernen.
Im Rahmen des MeNuK- und Sportunterrichts werden die Kinder in Form von
Rollenspielen und Übungen Gefahrensituationen trainieren. Eine
automatisierte Reaktion verhindert im Ernstfall eine
Schockreaktion. Im Regelfall kann dies durch angepasstes und aktives
Handeln unmöglich gemacht werden.
Neben verschiedenen theoretischen Themen werden mit den Kindern
Selbstverteidigungstechniken geübt, welche vorrangig zur
eigenen Notwehr ausgelegt sind.
Selbstbehauptung betrifft alle Bereiche des Alltags und setzt weit vor
dem Abwehren von Übergriffen ein. Ein gestärktes
Selbstbewusstsein bringt mehr Selbstvertrauen. Umso selbstbewusster
Mädchen und Jungen auftreten, desto größer
ist die
Chance nicht Opfer zu werden.
Selbstverteidigungstechniken sind ein Baustein der Selbstbehauptung.
Hierzu gehört auch, dass der ganze Körper
(Hände, Arme,
Knie, Beine) und auch die Stimme (Schreien) eingesetzt werden. Das
Mittel der Selbstverteidigung sollte als letztes Mittel eingesetzt
werden. Ziel der Selbstverteidigungstechniken ist es, sich Zeit zu
verschaffen, um möglichst unverletzt aus der
gefährlichen
Situation herauszukommen. Es ist nicht Ziel, den Angreifer zu
besiegen.Selbstverteidigung bedeutet sich selbst vor einem Angriff
jeglicher Art, ob verbal oder körperlich, zu schützen.
Die
Kinder werden in ihrem Auftreten, Erwachsenen (vor allem Fremden)
gegenüber, sicherer. Ihr eigenes Selbstwertgefühl
wird deutlich erhöht.
Der Kurs kann nicht
· einen umfassenden Schutz vor sexuellen
Übergriffen oder Gewalttaten ersetzen,
· die Sexualaufklärung der Eltern oder Lehrer
übernehmen,
· Kampfsport- oder Kampfkunsttechniken vermitteln.
Weitere Informationen
zu dem Kurs:
Der Kurs wird in einem 3-Säulen-Modell durchgeführt:
- den einleitenden, pädagogischen Teil übernimmt die
Lehrkraft in der eigenen Klasse
- der kriminologische Teil wird von einer Polizeibeamtin des
Polizeireviers Ostenendstraße und
- der praktische Teil von einer Fachkraft des Sportkreises (GES)
durchgeführt.
Er findet an drei bis vier Tagen statt und dauert jeweils 2
Schulstunden.
Angeboten wird der Kurs für Jungen und Mädchen der 4.
Klassenstufe. Die Teilnahme ist freiwillig.
Der praktische Teil findet in der Gymnastikhalle statt und ist
versicherungstechnisch über die Schule abgedeckt.

Monika Veser
und Frank Schaak
(Prävention)
(Jugendsachbearbeiter)
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